Nistkasten aufstellen

Vögel sind in der von Menschen veränderten Landschaft mittlerweile auf künstliche Nisthilfen angewiesen, weil sie in der Natur nicht mehr ausreichend Nistplätze finden. Dies liegt zum einen an der Landwirtschaft, die große Flächen mit Nutzpflanzen bewirtschaftet. Dadurch entsteht eine Monokultur, und der natürliche Lebensraum für Vögel geht verloren. Auch die Forstwirtschaft trägt dazu bei, denn abgestorbenen Bäume werden sofort aus den Wäldern entfernt, so dass die Vögel keine natürlichen Höhlen mehr finden. Natürlich tragen auch die großen bebauten Flächen der Städte dazu bei. Auch Gartenbesitzer gestalten ihren Garten oft nicht vogelfreundlich und entfernen tote Bäume.

Abhilfe kann man schaffen, in dem man einen Nistkasten aufstellt. Dies ist eine künstlich geschaffene Nisthilfe für Vögel. Am meisten sind die Nistkästen für Höhlenbrüter verbreitet. Hier muss je nach Vogelart das Einflugloch eine entsprechende Größe haben. Klassische rechteckige Nistkästen werden aus Holzbrettern, runde Nisthöhlen aus Stammstücken gefertigt. Holz ist allerdings sehr witterungsanfällig und zudem besteht die Gefahr des Pilzbefalls. Deswegen haben sich in letzter Zeit Nistkasten aus Holzbeton (eine Mischung aus Zement und Sägemehl) durchgesetzt. Diese Nistkästen sehen eher eintönig aus.

Einige Vogelarten nehmen wegen der Helligkeit auch lieber offene Nischen als Brutplatz, z.b. Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper. Allerdings sind diese dann von Nesträubern bedroht. Für diese Vogelarten kann man sogenannte Halbhöhlen-Nistkästen aufstellen.

Ein Nistkasten muss regelmäßig gewartet werden. Dies umschließt eine Säuberung des Innenraums, die Überprüfung des Gesamtzustandes und der Aufhängevorrichtung, sowie die Neubeurteilung des Aufhängeortes. Optimalerweise erfolgt diese Kontrolle in der Zeit von September bis November, denn in dieser Zeit sind die Nistkästen unbewohnt. Im Frühjahr und Sommer nisten Vögel in den Kästen, aber auch in der kalten Jahreszeit finden einige Tiere hier Unterschlupf, z.b. Feldmäuse und Insekten.

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